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Schlaf, Tiger, schlaf

Schlaf, Tiger, schlaf

 

 

April 2016: MASSWEILER. Wie sie so da liegt, hat sie tatsächlich etwas von einem Kätzchen. Schönes Fell, prächtige Schnurrhaare, Tatzen, so groß wie Dessertteller. Alles ist größer. Viel, viel größer. Und wäre sie nicht narkotisiert, sie würde sich mit Sicherheit nicht eine Röhre an den beeindruckenden Reißzähnen vorbei in den Rachen schieben lassen. Die Röhre dient dazu, Tigerdame Varvara regelmäßig mit Sauerstoff zu versorgen − von den Piksern beim Zugang legen, Blut abnehmen und Narkosemittel nachspritzen mal ganz zu schweigen. Was die Tierärztinnen Johanna Painer und Julia Bohner jetzt wagen, muss gut vorbereitet sein:

 

 

Painer und Bohner haben geschätzte 140 Kilo Tiger vor sich auf dem OP-Tisch. Die können recht ungemütlich werden. Im Moment droht allerdings keine Gefahr. Was die Tierärztinnen Johanna Painer und Julia Bohner jetzt wagen, muss gut vorbereitet sein: ein Schnitt in Varvaras Bauchdecke. Painer schneidet, Bohner tupft. Der eben noch weiße Tupfer färbt sich rot. Davon bekommt die narkotisierte Patientin nichts mit − was auch besser für die beiden Tierärztinnen ist. Varvara durchstreift im Traum vielleicht ihr Gehege, spielt Ball oder schwimmt in ihrem Pool. Wer weiß das schon? Durch einen Schlauch bekommt die Tigerdame Sauerstoff, die Natrium-Chlorid-Lösung tropft langsam, aber stetig, das stete Piepen des EKG-Geräts zeugt von einem regelmäßigen Herzschlag. Alles in Ordnung, Painer kann weiterschneiden.

Dass ein Tierarzt eine ruhige Hand und ein gutes Auge haben muss, versteht sich von selbst. Dass Johanna Painer nicht nur mit dem Skalpell umgehen kann, sondern auch mit einem Blasrohr, hat sie gut anderthalb Stunden vor dem ersten Schnitt unter Beweis gestellt. Da hat sie die Großkatze schlafen gelegt. Mit einem mit Druckluft und Narkosemittel gefüllten Pfeil, etwa so groß wie ein dicker Filzstift, der mit einem Blasrohr verschossen wird. „Darten“ nennen das die Fachleute. „Links hinten, voll ausg..elöst“, berichtet Painer. Übersetzt: getroffen, Narkosemittel eingespritzt, zehn Minuten warten, dann kann es losgehen.

Kurz darauf traut sich das OP-Team in Varvaras Gehege. Die Tigerin schläft friedlich auf ihrer Holzbox. Die Tierpfleger der Tierauffangstation in Maßweiler hatten tags zuvor Varvaras Box desinfiziert und gereinigt. Nun wird daraus binnen Minuten ein provisorischer Operationssaal.

 

 

Eins, zwei drei, hepp – mit sechs Leuten wird der schlafende Tiger auf den OP-Tisch gehievt. Zwei Messgeräte, die aussehen wie dicke Smartphones, werden mit kleinen Klämmerchen an Varvaras Zunge befestigt. Das EKG behält Tierarzt Frank Göritz im Auge. Julia Bohner und Irene Redtenbacher entnehmen Blut am Hals. Die Zeit muss genutzt werden. Wann lässt Varvara jemanden so nah an sich heran? Das denken sich auch Eva Lindenschmidt und Jessica Huber, die die Tiger in Maßweiler betreuen, und kontrollieren die Krallen. Alles in Ordnung.

„Ich würde sie jetzt gern auf den Rücken drehen“, sagt Painer. Jetzt kommen die beiden Sandsäcke und die ein Meter langen Stricke zum Einsatz, die der Betriebsleiter der Station, Florian Eiserlo, vorbereitet hat. Säcke links und rechts am Körper und die Stricke, die die vier Läufe am OP-Tisch fixieren, halten den Tiger in Position.

Trotz der Anspannung bleibt Zeit für einen Scherz. „Alkohol? So früh am Morgen?“, meint Painer und nutzt die angebotene Flasche zum Desinfizieren des zuvor rasierten Bauchs der Tigerin. Nach der Ultraschalluntersuchung hat sich das Team für den kleineren Eingriff entschieden: nur Zyste und Eierstöcke entfernen. „Der Uterus sieht schön aus“, meint Painer. Und weil das so ist, bleibt die Gebärmutter größtenteils drin. Das bedeutet auch: kleinere Schnitte, geringeres Infektionsrisiko. Bevor Painer und Bohner die metallenen Boxen mit dem OP-Besteck öffnen, steht eine ausgiebige Desinfektion an. Die jungen Tierärztinnen schlüpfen in sterile Handschuhe, nachdem sie die Hände zwei-, dreimal gereinigt haben. Das grüne Tuch auf Varvaras Bauchdecke signalisiert: Jetzt wird es ernst.

Drei Stunden vor dem ersten Schnitt hatte das Team noch locker in der Sonne um einen gedeckten Kaffeetisch gestanden. Der nächste lange Tag für das OP-Team, das schon anstrengende Stunden und eine lange Fahrt in den Knochen hat. Eine Elefantenbesamung in Holland war kurzfristig dazwischengerutscht. „Da haben wir noch einen kleinen Umweg genommen“, scherzt Tierarzt Göritz. Der Umweg dauerte knapp 15 Stunden. Jetzt die Tiger-OP. „Nach vier Tagen ist das Infektionsrisiko am höchsten“, weiß Göritz. Daher soll Varvara nach dem Eingriff auch möglichst lange schlafen.

Hat sie dann auch. Knapp zehn Stunden nach der Narkose kam sie zu sich, hat die Operation gut überstanden, berichtete gestern Roswitha Bour, die Vorsitzende des Vereins Tierart, der die Auffangstation betreibt. Die Ärzte blieben bis zum Abend. Danach übernahm Florian Eiserlo. „Er hat die ganze Nacht gewacht“, erzählt Bour. Jetzt darf Varvara bloß nicht an der Wunde lecken. Einem Kätzchen könnte man einen Kunststoffkragen anlegen. Bei einem 140-Kilo-Kätzchen klappt das leider nicht …

 

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Über 60 Tiere in der Auffangstation Maßweiler bei Pirmasens

In Planung: Gehege für Luchse, Leoparden und Puma

Ins Herz geschlossen haben die Mitarbeiter der Tierauffangstation die kleinen Wildkatzen. Bis auf zwei werden sie wieder ausgewildert.(Foto: frei)

. Ab Karfreitag bis einschließlich Ostermontag und dann an jedem Wochenende, samstags und sonntags, können Besucher wieder die Tierauffangstation des Vereins „Tierart“ in Maßweiler in einer Führung besichtigen. Treffpunkt ist immer um 11 Uhr vor dem Haupttor.

Derzeit leben in der Auffangstation mehr als 60 Tiere. „Wir haben unter anderem 24 Schafe, 20 Waschbären, fünf Rehe, vier Tiger, drei Füchse und fünf Wildkatzen“, berichtet die Biologin Eva Lindenschmidt (33) auf Anfrage der PZ. Weitere Gehege sollen entstehen.
Eva Lindenschmidt: „Die letzten Baumfällarbeiten wurden gerade abgeschlossen. Gebaut wird jetzt ein Luchs-Gehege. Ziel wird sein, das die verletzten oder verwaisten Luchse, nach ihrer Rehabilitation, wieder ausgewildert werden.“
Auch in Planung: ein Gehege für Leoparden und Pumas. Eva Lindenschmidt: „Den Tieren in unserer Auffangstation geht es gut. Die Arbeit mit den Tieren macht sehr viel Spaß. Wir werden in diesen Tagen auch die Wasserbecken für unsere vier Tiger wieder auffüllen. Die Tiger lieben es zu schwimmen und im Wasser zu planschen.“
Ins Herz geschlossen haben die Tierart-Mitarbeiter fünf Wildkatzen, die in Maßweiler wieder aufgepäppelt worden sind. „Die Katzen heißen Paulchen, Emma, Sunny, Wonder und Ronja“, berichtet Eva Lindenschmidt. Weiter: „Wildkatzen unterliegen gesetzlichem Schutz. Sie stehen auf der Roten Liste als stark gefährdete Art. Bis auf Paulchen und Emma können alle Katzen wieder ausgewildert werden. Paulchen und Emma sind mittlerweile sehr zahm und zutraulich geworden. Sie würden den Kontakt zu Menschen suchen und dann eventuell im Tierheim landen.“
Paulchen und Emma werden jetzt auf Dauer in der Tierauffangstation in Maßweiler bleiben. Eva Lindenschmidt: „Jetzt haben die Besucher die Möglichkeit, einmal echte Wildkatzen zu sehen.“

Gutes tun...

VORSORGE: Hundekot immer entfernen

Aktuelle wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass sich Hunde und Katzen nicht vorrangig im Kontakt mit ihren Artgenossen mit Spulwürmern anstecken,

sondern vielmehr über Spulwurmeier, die sich in der Umwelt befinden. Und auch für den Menschen sind diese Eier infektiös.

 

Umso wichtiger ist es, dass Hunde- und Katzenhalter gegen die Kontamination der Umwelt vorgehen. Wichtig ist dafür zu wissen, dass Spulwurmeier, die Hunde und Katzen mit dem Kot ausscheiden, noch nicht direkt ansteckend sind. Sie „reifen“ erst innerhalb einiger Tage zu infektiösen Stadien heran. Danach sind diese Eier dann aber sehr widerstandsfähig und können über Monate, teils Jahre ansteckend sein und durch Tiere, Menschen, Erde und Wasser – unabhängig von sichtbaren Kotspuren – nahezu überall hin weiter getragen werden. Tierhalter sollten den Kot ihres Vierbeiners daher stets und möglichst umgehend aufsammeln. Noch bevor im Kot enthaltene Wurmeier „reifen“ und ansteckend werden können. Der Kot sollte anschließend in einem verschlossenen Plastikbeutel in den Müll geworfen werden. Eine Entsorgung über Komposthaufen oder die Toilette ist dagegen nicht geeignet, der Verunreinigung von Erde und Wasser mit Spulwurmeiern vorzubeugen.

 

Ebenso wichtig ist es, die Anzahl an Wurmeiern, die vom Tier ausgeschieden wird, möglichst gering zu halten. Entscheidend hierfür sind regelmäßige Kotuntersuchungen und/oder Entwurmungen. Wie oft diese stattfinden sollten, ist von den jeweiligen Voraussetzungen des Tieres abhängig, z.B. der Form seines Auslaufes, dem Kontakt zu Artgenossen und der Ernährung. Fragen Sie Ihren Tierarzt.

Text-Quelle: www.esccap.de
Foto Quelle: www.esccap.de

Der Tod eines Tieres

Abschied fällt schwer...

Im Leben der Tierfreunde spielen Haustiere eine wichtige Rolle. Für viele sind sie nichtnur Tiere, sondern Begleiter in allen Zeiten, Tröster und Aufmunterer, sowie eine Schulter zum Anlehnen für einsame Stunden. Umso schlimmer ist es, dass viele heutzutage nichtmehr die Möglichkeit haben ihr Tier würdevoll, z.B. im eigenen Garten, zu bestatten.

Wir möchten Ihnen hiermit eine Alternative zur Einäscherung vorstellen: Der Abschiedswald

Dieser bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihren Liebling würdevoll und angemessen in der Natur beizusetzen. Auf sein Grab wird ein Baum gepflanzt, und während langsam ein Abschiedswald wächst, kann er in Ruhe in den Kreislauf der Natur zurückkehren.

Forstamt Kusel

Werner Schramm

Trierer Straße 106

66869 Kusel

06381-9207-40

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